In der Psychosomatik und Psychotherapie unterstützen wir Menschen dabei, ihre Ressourcen zu entdecken, neue Perspektiven zu gewinnen und ihr Leben eigenverantwortlich neu zu gestalten. Besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Beziehungsgestaltung. In unserem gruppentherapeutischen Setting versuchen wir, alte Muster und Erlebensweisen aufzudecken und neue Beziehungserfahrungen zu ermöglichen. Körperliche und seelische Vorgänge werden dabei als sich gegenseitig beeinflussend betrachtet.

Wir haben umfassende Möglichkeiten zur diagnostischen und labortechnischen Unterstützung bei akuten körperlichen Krankheiten, einschließlich der internistischen Abteilung zur Begleitung der Behandlung. Zu Beginn jedes Behandlungsprozesses findet eine umfassende Psychodiagnostik statt. Der Therapeut plant gemeinsam mit dem Patienten eine individuelle Behandlung, die auf seine spezielle Situation abgestimmt ist und bewährte Therapiekonzepte berücksichtigt.

Wir behandeln Patienten zwischen 18 und 65 Jahren, die an:

  • Persönlichkeitsstörungen,
  • psychosomatischen Krankheiten (wie chronischen Schmerzsyndromen, funktionellen Magen- und Herzbeschwerden), psychosomatischen Störungen in Zusammenhang mit körperlichen Erkrankungen (wie Diabetes mellitus und chronisch entzündlichen Darmkrankheiten), neurotischen Störungen (wie Angstzuständen, Depressionen und Zwangsstörungen) oder Essstörungen (wie Adipositas, Bulimie und Anorexie),
  • Posttraumatischen Belastungsstörungen wie Verlusterfahrungen, Gewalterfahrungen oder sexuellem Missbrauch leiden.

Wir vertreten ein integratives, differenziertes psychotherapeutisches Konzept mit folgenden Schwerpunkten:

  • Einzel- und Gruppentherapie: Tiefenpsychologisch fundierte interaktionelle Therapie bzw. Schematherapie in der Gruppe mit mehrfach wöchentlichen Gruppengesprächen. Gegebenenfalls Einzel-Psychotherapie und spezielle Traumatherapien (unter anderem mit IRRT (Imagery Rescripting & Reprocessing) im Einzelsetting
  • Verhaltenstherapeutische Trainingsprogramme: wie Training der sozialen Kompetenz, Gruppe für essgestörte Patient*innenen sowie Dialektisch-Behaviorale Therapie
  • Kunsttherapie: Musiktherapie, Kreativ- und Gestaltungstherapie, insbesondere Maltherapie und Arbeit mit Ton sowie anderen Werkstoffen, ergänzt durch Arbeitstherapie auf der Station und darüber hinaus.
  • Körpertherapie und Entspannung: wie kommunikative Bewegungstherapie, Körperwahrnehmungsübungen, progressive Muskelentspannung nach Jacobson
  • Sporttherapie: Gymnastik, Schwimmen und körperliche Konditionierung
  • Erlebnisorientierte Therapie: in der Gruppe
  • Sozialberatung: Unterstützung bei konkreten sozialen Herausforderungen durch unseren Sozialdienst.

Leitender Oberarzt
Dr. med. Robert Wilhelm

Sekretariat
Ilona Drews
Tel.: 039454 8-2601
Fax: 039454 8-2603
ilona.drews@diako-harz.de

Sprechzeiten
Mo - Fr: 7.00 - 14.15 Uhr

Tagesklinik
mit 16 Plätzen geeignet für Patient*innen aus der näheren Umgebung (bis zu einer Stunde Fahrtzeit), bei denen eine ambulante Behandlung nicht ausreicht. Bei Interesse schicken Sie uns bitte eine kurze Darstellung Ihrer Problematik sowie der Ziele, die Sie in einer Behandlung erreichen möchten. Wünschenswert ist auch ein Befundbericht Ihrer ambulanten Psychotherapeutin/Ihres ambulanten Psychotherapeuten.  

Stationäre Behandlung
mit 18 Betten für Patient*innen bei denen aus therapeutischen Gründen ein zeitweiliger Abstand aus dem häuslichen Umfeld erforderlich ist und eine ambulante Behandlung nicht ausreicht.
Bei Interesse schicken Sie uns bitte eine kurze Darstellung Ihrer Problematik sowie der Ziele, die Sie in einer Behandlung erreichen möchten. Wünschenswert ist auch ein Befundbericht Ihrer ambulanten Psychotherapeutin/Ihres ambulanten Psychotherapeuten.

Traumastation für Frauen
Die Abteilung für die Behandlung traumatisierter Frauen ist angegliedert an die Abteilung für Psychosomatik und Psychotherapie.
Hier geht’s zur Traumastation

Ambulanz
Vor der Aufnahme ist in jedem Fall ein Vorgespräch erforderlich. Bei Aufnahmewunsch für unsere Tagesklinik sind ambulante Gespräche vor Ort erforderlich, hierfür ist ein Einweisungsschein notwendig. Für die stationäre Behandlung kann ein Vorgespräch auf Anfrage auch online erfolgen, wenn die Fahrtzeit zu weit ist. Gegebenenfalls vereinbaren wir im Vorgespräch eine Probebehandlung von ein bis zwei Wochen um zu schauen, ob unser Therapieangebot für Sie geeignet ist. In begrenztem Umfang werden ambulante Behandlungsplätze im Gruppen- und Einzelsetting zur ambulanten Weiterbehandlung angeboten.

Nachsorge
mit 8 Plätzen gibt es für Frauen die Möglichkeit einer ambulanten Nachbehandlung im Betreuten Wohnen „open door“ in Wernigerode von ein bis zwei Jahren.
www.opendoor-wernigerode.de

Das Diakonie-Krankenhaus Elbingerode befindet sich in einer parkähnlichen Anlage am Rande des Harzwaldes. Die Abteilung für Psychosomatik und Psychotherapie verfügt über drei Stationen, auf denen insgesamt 42 Patient*innenen aufgenommen werden können: die Tagesklinik, die Abteilung für Psychosomatik und Psychotherapie sowie die Traumastation für Frauen. Zweibettzimmer, Gemeinschaftsküche und Aufenthaltsräume schaffen eine gemütliche Umgebung. Zudem können während der Therapie auch Schwimmbad, Sporthalle, Kegelbahn und Physiotherapie genutzt werden.

Eine Klinikeinweisung wird von niedergelassenen Fachärzten oder in Ausnahmefällen vom Hausarzt ausgestellt. Bitte richten Sie für Ihre Aufnahme eine persönliche Anfrage per Brief oder E-Mail an den Leitenden Oberarzt Dr. Robert Wilhelm, indem Sie eine kurze Schilderung Ihrer Problemlage sowie Ihr Therapieziel angeben. Zudem sollte Ihr Facharzt / Hausarzt einen kurzen Brief verfassen. Sofortige Aufnahmen sind selten möglich. In der Regel müssen Sie mit einer Wartezeit von einigen Wochen rechnen. Sobald der genaue Aufnahmetermin bekannt ist, werden wir Sie telefonisch oder schriftlich informieren. Die Kosten werden in der Regel von den Krankenkassen übernommen. Um den Ablauf der Aufnahme zu gewährleisten, ist die Anreise auf der Station nur zwischen 8 und 10 Uhr möglich. Eine Behandlung bei akuten Psychosen, akuter Suizidalität sowie akuter Alkohol- oder Drogenabhängigkeit ist nicht möglich.

Die durchschnittliche Dauer der Therapie beträgt sechs bis zehn Wochen, abhängig vom jeweiligen Krankheitsbild und -verlauf.

Bitte motivieren Sie Ihre Patient*innen, uns eine kurze Darstellung der aktuellen Problematik sowie der angestrebten Therapieziele zukommen zu lassen. Wir freuen uns außerdem sehr über einen kurzen Befundbericht. Für das Vorgespräch vor Ort ist ein Einweisungsschein erforderlich. Ausschlusskriterien für unsere Behandlung sind akute Suizidalität, Fremdaggressivität sowie eine Suchterkrankung mit fehlender Abstinenz.

Wir sind für Sie da

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Leitender Oberarzt Dr. med. Robert Wilhelm
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Sekretariat Ilona Drews